Beschreibung
Die Wiederkehr des Religiösen im Säkularen wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Es ist Zeit für eine Zwischenbilanz: Müssen die von der säkularen Vernunft nahegelegten Zuordnungen von Religion und Kultur revidiert werden? Ab wann bedroht die Rücksichtnahme auf religiöse Traditionen und Praktiken die Freiheits- und Toleranzgewinne liberaler Gesellschaften? Eine Wiederkehr der Religion geschieht nicht selten in einer kulturell regressiven Form. Es ist Zeit für eine kritische Bestandsaufnahme der widerstreitenden Prozesse von Verdrängung und Eindringen religiöser Lebensformen in säkulare Gesellschaften. Wie sich dabei Gewinn und Verlust ermitteln lassen, muss zum Kernthema sozial- und religionstheoretischer Diskurse werden. Angesichts des breiten Spektrums von fanatischer Intoleranz, fundamentalistischer Borniertheit bis hin zu subtiler Modernitätspolemik und verdeckter Aufklärungsverweigerung ist es angezeigt, die Erwartung einer postsäkularen Zeit mit einem Warnsignal zu versehen - frei nach den Gewinnwarnungen an der Börse. In Fallstudien zum Status von Religionen im säkularen Rechtsstaat, zum religiösen Fundamentalismus im Internet und zum Phänomen einer sacrophilen Religionskritik erörtert H.-J. Höhn Risiken und Chancen einer Wiederkehr religiöser Lebensformen im Format einer Theorie reflexiver Säkularisierung.
Autorenportrait
Hans-Joachim Höhn ist seit 1991 Inhaber des Lehrstuhls für Systematische Theologie und Religionsphilosophie an der Universität zu Köln und seit 2012 Koordinator des Studiengangs 'Religion - Kultur - Moderne'.
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