Dramen 2

Splendid's/'Adam Spiegel/Sie/Das Bagno - Le Bagne/Das seltsame Wort.../Editorischer Bericht, Werke in Einzelbänden VIII, Werkausgabe 8

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783875363173
Sprache: Deutsch
Umfang: 200 S.
Format (T/L/B): 1.9 x 20.6 x 13.5 cm
Einband: Leinen

Beschreibung

Jean Genet, der große französische Dichter und Dramatiker, gehört zu den Klassikern der Weltliteratur. Zu Lebzeiten provozierte und polarisierte der "Orpheus der Gosse" die Gesellschaft. Nach seinem Tod geriet er zunächst beim breiten Lesepublikum in den Hintergrund. Heute ist das Werk Jean Genets in der Zeitlosigkeit seiner Thematik, in der Vielfalt unabgenutzter Sprachbilder, in der gedanklichen Präzision und im unvergleichlichen Reichtum seiner Poesie zum Inbegriff moderner Dichtung geworden. Genets Werk zu kennen, ist unerlässlich für jeden, dem Literatur etwas bedeutet. Dabei gehören Theaterstücke wie DIE ZOFEN, UNTER?AUFSICHT oder DER?BALKON zum klassischen Repertoire des Welttheaters. Der zweite Teil des Dramenbandes enthält sämtliche nachgelassenen Theaterstücke von Jean Genet. Darunter auch die bisher noch nicht in deutscher Sprache vorgelegten und gespielten Stücke 'Adame Miroir und Le Bagne. Während 'Adame Miroir ein kurzes, verdichtetes Ballettstück ist, in dem Bild und Abbild als Realität und Spiegelung auf beängstigende Weise miteinander verschmelzen, spielt Le Bagne ähnlich wie Genets erstes Bühnenwerk, Unter Aufsicht, im Gefängnis. Dieses fragmentarische, nie beendete Theaterstück wurde am 5. Mai 2004 am Théâtre de Nice in einer Inszenierung von Antoine Bourseiller uraufgeführt. Fadengehefteter Leineneinband mit einem farbigen Vorsatzpapier von Martin Bronsema.

Autorenportrait

Jean Genet, geb. am 19. Dezember 1910 als uneheliches Kind in Paris und von der Mutter ausgesetzt, wächst bis zum 13. Lebensjahr bei Pflegeeltern im Morvan auf. Mit Ende der Pflegschaft beginnt die Odyssee Genets durch die Institutionen der öffentlichen Fürsorge, bis er in der berüchtigten Besserungsanstalt von Mettray landet. 18-jährig verpflichtet sich Genet zum Militärdienst und wird in den Nahen Osten, später nach Marokko versetzt. Seitdem fühlt er sich von der arabischen Welt und den Menschen dort stark angezogen. In den 40er Jahren beginnt Genet zu schreiben, zunächst Gedichte und Romane, später Theaterstücke. Seit den 60er Jahren veröffentlicht er zahlreiche politische Essays und Artikel, in denen er sich für die Sache der Benachteiligten engagiert. 1983 wird Genet mit dem Französischen Nationalpreis ausgezeichnet. Er stirbt in der Nacht vom 14. auf den 15. April 1986.

Leseprobe

"Das Theater bei uns scheint mir viel oberflächlicher zu sein als die prunkvollen Theaterfeste in Japan, China und auf Bali, von denen man mir berichtet hat. Ich stelle mir das alles möglicherweise viel schöner vor, als es ist, aber man kann wohl nur träumen von einer Kunst, die so reich ist an Symbolen, dass sie zum Publikum in einer Sprache reden kann, in der nichts gesagt wird, aber alles erahnt wird." (Jean Genet)